Jungfischer

Sirnach-Münchwilen und Umgebung

Ausbildungskonzept

 
   
           

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Inhaltsverzeichnis

 

 

1 Vorwort

2 Einleitung

2.1 Was ist dem Jungfischer wichtig?

3 Die Ausbildung

3.1 Alter:

3.2 Wann:

3.3 Anzahl der Jungfischer

3.4 Wo:

3.4.1 Göttiregel

3.5 Wie

3.6 Ausweis

3.7 Wie oft/ Ablauf

3.8 Was:

3.8.1 Fischkunde

3.8.2 Gerätekunde

3.8.3 Vorschriften .

3.8.4 Ethik

3.8.5 Gewässerkunde .

4 Ausbilder

4.1 Die Vorbereitung

5 Finanzierung

5.1 Organigramm

6 Anmeldung

6.1 Erste Information für den angehenden Jungfischer

6.2 Erster Ausbildungstag

7 Die weitere Ausbildung

8 Eindrücke aus der Presse

 

 

•  Vorwort

 


Die beste Garantie für ein korrektes Verhalten am Wasser bietet derjenige, der mit umfassenden Kenntnissen ausgerüstet ist. Dadurch werden auch sein Status und seine Glaubwürdigkeit angehoben. Der SFV strebt deshalb eine nachweisbare, praktische und theoretische Ausbildung für möglichst viele, im Idealfall sogar alle Fischer an. Besonderes Gewicht legt er dabei auf die Ausbildung der Jungfischer, also der Anfänger, denen er geeignete Lehrmittel zur Verfügung stellt. Er wird versuchen, auch die nichtorganisierten Fischer und diejenigen, die ihrem Hobby im Freiangelrecht nachgehen, anzusprechen. Einer Fischerprüfung, die im Kanton Thurgau sogar obligatorisch ist, steht der SFV positiv gegenüber. Die beste Ausbildung wird jedoch der erfahrene Fischer vermitteln können. Er hat deshalb die moralische Pflicht, dem Jungfischer beizustehen und ihm die nötigen Kenntnisse weiterzugeben.

 


Die Vertreter des Tier- und Naturschutzes messen der gründlichen Ausbildung der Fischer grosse Bedeutung zu, da sie befürchten, dass besonders der Anfänger dem Fisch und der Natur Schaden zufügen könnte. Sie möchten deshalb die Bewilligung zum Fischen von einer vorgängigen, nachweisbaren, theoretischen und praktischen Ausbildung abhängig machen. Tendenzen zu diesem Schritt sind vorhanden und zu einem späteren Zeitpunkt ist hier vielleicht eine weitere Annäherung möglich. Der SFV kann keine obligatorische Ausbildung verlangen, das liegt im Kompetenzbereich der zuständigen Behörden. Er unterstützt aber diese Tendenz. Es werden übrigens mit Erfolg grosse Anstrengungen unternommen, die Ausbildung zu fördern. Dies zeigt, dass der Verband das Problem durchaus erkannt hat.

 

 

 

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•  Einleitung

 

Die Zukunft eines Vereins liegt in den Händen der aktiven Mitglieder, welche über das normale Mass hinaus sich für die Belange des Vereines einsetzen. Dazu gehört auch das Ausbilden und Weiterbilden des Nachwuchses. Der gut ausgebildete Nachwuchs wird es sein, welcher in 20 Jahren die Geschicke unsers Vereins leiten wird. Die neue Generation wird sich bewusst sein ,das sie ohne Ausbildung jüngerer Fischer kein neues Land beschreiten wird.

Es ist sehr wichtig, dass wir heute Ziele und Strategien formulieren wie wir die Zukunft unseres Vereins und jene der neuen Generation sehen wollen.

Kein Fortschritt ohne klare Ziele

•  Was ist dem Jungfischer wichtig?

 

Radialdiagramm

 

Das Thema Jugendfischerei wird Wirklichkeit. Es wird seine Zeit brauchen, bis die Ausbildung der Jungfischer reibungslos funktioniert. Wir sind es unseren jungen Mitstreitern aber schuldig , ihnen die Möglichkeit zu geben, ein wunderschönes Hobby unter Aufsicht und mit fachmännischer Instruktionen auszuführen.

 

 

Der SFV und seine Kantonalverbände setzen sich seit jeher aktiv für die Jungfischerausbildung und -förderung ein.

 

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•  Die Ausbildung

Es geht darum, den jungen ,interessierten Fischerinnen und Fischern, das Wissen so zu vermitteln, dass sie weder der Kreatur unnötig Schmerzen zufügen, noch der Natur in irgendeiner Weise Schaden verursachen. Die Ausbildung von Jungfischern wird mit sehr hohem Zeitaufwand verbundensein

. Wir sind gefordert ,die Ausbildung unseren Gewässern, den darin lebenden Fischen , und nicht zu vergessen, unseren Vorstellungen entsprechend zu planen und auszuführen. Die wichtigsten Inhalte sind:

•  Alter:

Der Kanditat hat sein 12. tes Altersjahr ereicht. . Ziel der Ausbildung ist es, dass die Jungfischer mit 14 Jahren die kantonale Fischereiprüfung absolvieren oder das Sportfischerbrevet erwerben können.

•  Wann:

Die Ausbildung beginnt am zweiten Samstag im Mai. Dann sind die wichtigsten Schonzeiten bereits vorüber und auch das Wetter ist wieder ein bisschen wärmer.

•  Anzahl der Jungfischer

Die Anzahl wird durch den Vorstand des Vereins jährlich neu festgelegt. Sie wird der jeweiligen Situation angepasst.

•  Wo:

Die Ausbildung findet vorwiegend am Eschlikoner-Weiher (grossen Ziegelei-Weiher) statt. Nach bestandener vereinsinternen Fischerprüfung und unter Anwendung der „Götttiregel“ wird dem Jungfischer auch die Möglichkeit gegeben im ganzen Revier zu fischen.

Die Tage und Standorte der Ausbildung sind von den Verantwortlichen zu bestimmen. Die Göttiregel gilt.. Das heisst, , ein Vereinsmitglied berechtig mit einem Jungfischer, der die vereinsinterne Fischerprüfung bestanden hat, die Murg oder die Kanäle zu befischen. Die Fänge werden dem jeweiligen Götti belastet.

•  Göttiregel

Die Göttiregel lehnt sich an die kantonale Verordnung des Regierungsrates über die Fischerei . Diese besagt:

Keiner kantonalen Fischerkarte bedürfen:

•  Personen, die mit Gerätschaften eines Inhabers der Fischerkarte statt diesem und unter Aufsicht fischen oder ihm beim Fischen helfen.

•  Ausnahmen sind gerechtfertigt, wenn Jungfischer ausgebildet werden . Dies geschieht entweder einzeln oder gruppenweise. Während Gruppenausbildung in der Regel an einem vorbestimmten Termin stattfindet, erstreckt sich die Ausbildung von einzelnen Jungendlichen über längere Zeit. In diesem Fall sollte der ausbildende Karteninhaber das Recht haben, gleichzeitig mit dem Auszubildenden zu fischen.

•  Um Missbrauch zu vermeiden, müssen die beteiligten Personen namentlich beim Jagd- und Fischereiverwaltung des Kanton Thurgaus bekannt sein. Ausserdem ist die Zustimmung des Vereinsvorstandes erforderlich.

 

•  Wie / Ausweis

Sie wird sich auf den Jungfischer Guide abstützen. Es ist von Vorteil, wenn diesess Lehrmittel als Leitfaden für unsere Ausbildung benutz wird. In diesem Informationsmittel stehen alle wichtigen Angaben, welche der angehende Fischer benötigt. Der Guide wird den Jungfischern, am Anfang der Ausbildung, abgegeben.

Es wird auf jeden Einzelnen Rücksicht genommen und evt. zusätzlich unterstützt. Die Jungfischer durchlaufen unsere Ausbildung und werden am Schluss an die Ausbildung einen vereinsinternen Test absolvieren. Ist der Test bestanden , wird dem Jungfischer ein Ausweis, welcher von uns erstellt wird, abgegeben.

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•  Wie oft/ Ablauf

Es gibt 4 Ausbildungstage und einen reinen Fischertag . Zusätzlich wird ein Besuch in einem geeigneten ....... (Fischbrutanstalt oder Fischzucht) die Ausbildung abrunden. Danach werden die Jungfischer den Eschlikoner Weiher befischen dürfen. Genaue Daten werden in Absprache mit dem Vorstand bestimmt. Voraussetzung hierfür ist die zwingende Aufsicht. Unter Umständen ist es möglich, die Ausbildung auch an anderen Weihern zu betreiben. Datum und sind mit der Bewirtschaftung abzusprechen.

•  Was:

Vermittelt werden folgende Ausbildungsschwerpunkte ( Themen)

•  Fischkunde

•  Gerätekunde

•  Vorschriften

•  Ethik

•  Gewässerkunde

•  Fischkunde

Bei der Fischkunde werden Kenntnisse der verschiedenen einheimischen Fischarten vermittelt. Wichtig ist , dass der Zusammenhang zwischen Schonzeit und Laichzeit aufgezeigt wird. Aber auch die Fangmasse werden erläutert . Die verschiedenen Köderarten werden gleichzeitig mit den jeweiligen Fischen besprochen. Natürlich werden die wichtigsten Lebensgewohnheiten der Fische erklärt. Bei der Sektion eines Fisches werden die inneren Organe gezeigt und deren Funktion erklärt. . Damit soll erreicht werden, dass die Jungfischer die Lebenskunde der Fische verstehen lernen.

•  Gerätekunde

Bei der Gerätekunde vermitteln wir die Montagen, die wichtigsten Knoten, die Ruten ( welche für was) und das verschiedene Zubehör ( Blei, Zapfen, Haken, Stopper, usw.).

•  Vorschriften

Es sollen die wichtigsten schweizerischen und kantonalen Bestimmungen aufgezeigt werden. Zusätzlich werden das vereinsinterne Reglement aus unserem“Fischerbüchlein“ in den Jungfischer Guide ein-geklebt .

 

•  Ethik

Der Jungfischer

•  hat Achtung vor dem Lebewesen Fisch

•  nimmt Rücksicht auf die Umwelt

•  ist anständig und hilfsbereit gegenüber Fischerkolleginnen und -kollegen

•  hält die Fischereivorschriften ein

•  entscheidet in Zweifelsfällen zugunsten des Fisches

•  engagiert sich im Verein

•  fängt Fische nur für den Eigenbedarf und nicht für den Verkauf

•  Gewässerkunde

Wie wichtig ist die Sauberkeit der Weiher und Bäche und ihrer Umgebung? Solche und ähnliche Fragen werden behandelt. Der Lebenskreislauf der Gewässer wird verständlich dargestellt und den jungen Fischern vermittelt .

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•  Ausbilder

Die Ausbildung wird von 3 Mitgliedern des Vereins übernommen. Jeder der drei arbeitet sein Ressort so weit aus, dass es ausbildungsreif ist. Er stützt sich dabei auf den Jungfischer-Guide. Dieser soll als Ausbildungsunterlage und Leitfaden für die Jungfischer dienen. Die Ausbilder treffen sich regelmäßig zu gemeinsamen Sitzungen um die Ausbildung weiter zu optimieren. Sie werden durch den Vereinsvorstand bestimmt.

 

•  Die Vorbereitung

Die Vorbereitungen werden zum Teil vorgängig zu Hause oder in Meetings mit den entsprechenden Helfern erledigt. Dabei geht es um die wichtigsten Fische in Form und Farbe. Köder werden in Natura oder auf Bildern gezeigt.

Der zweite Teil besteht darin, dass die Infrastruktur, rund um den Ziegelei –Weiher erstellt werden muss. Ausbildungstische, evt. Zelt ( Schlechtwetter) Wer?????????????

Fischerruten und benötigtes Material kann durch Mitglieder des Vereins gestellt werden. Auch sonstiges Zubehör soll soweit als möglich durch unsere Mitglieder geborgt / oder gespendet werden. Nicht mehr benötigtes Material wird eingelagert oder den entsprechenden Spendern zurück gegeben.

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•Finanzierung

Die Unkosten werden in einer erster Linie durch Spenden und durch den Verein selber beglichen werden.

 

Die Jungfischer werden pro Kurs Tag Fr.10.- bezahlen. Somit wird ein Teil über die Jungfischer beglichen. Der Erwerb des vereininternen Ausweises wird zusätzlich Fr.15.- kosten.

Ein eigentliches Konzept wird durch das Jungfischerbetreuer-Team in Fronarbeit erstellt. Ziel ist es die Kosten soweit als möglich durch die Verursacher selbst zu beglichen

Es wird mit Kosten in Höhe von Fr. 600.00- 1000.00 gerechnet

 

•  Organigramm

 

Der Jungfischerobmann ist Vorstandsmitglied. Er ist für die Belange der Jungfischer zuständig, ist aber auch gleichzeitig Verbindungsglied zwischen Vorstand zu den Jungfischer. Er führt und koordiniert die Ausbildung der Jungfischer.

Er hat an den Vorstandssitzungen teilzunehemen und den restlichen Vorstand über sein Ressort zu informieren.

Er wird durch die Mitgliederversammlung gewählt .

Organigramm

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•  Anmeldung

 

Wir werden den interessierten Jungfischerinnen und Jungfischern eine von uns gestaltete Anmeldung zustellen..

Wichtig ist, dass alle (von uns benötigten )Informationen erworben werden.

 

 

 

•  Erste Information für den angehenden Jungfischer

 

Wenn eine Anmeldung eingegangen ist, wird dem Gesuchsteller folgende Informationen zugesandt oder überreicht:

• Datum/ Zeit

• Wo à Planbeilage ( Kroki)

• Ausrüstung

• Dauer des Unterrichts

• Mögliche Erreichbarkeit

• Name und Adresse des leitenden Jungfischerobmanns

• Verpflegung

• Kosten à sollen welche verlangt werden

• Versicherung à sehr wichtig, muss abgeklärt werden.(Verantwortung)

• .....................................................

• .....................................................

• ......................................................

 

Wer bietet den Götti auf????????????????

•  Erster Ausbildungstag

 

Der erste Tag ist ein reiner Ausbildungstag in theoretischer Hinsicht.

•  Unsere wichtigsten Regel und auch die Begründung dazu. Es ist sehr wichtig den Jungen Menschen zu erklären, warum wir dies und jenes fordern und verlangen.

•  Die Gewässer , welche sich in unserem Revier erstrecken. ( Fotos, Dia)

•  Die Fische , welche darin leben ( in Form und Farbe. evt lebend)

•  Die Schonmasse und auch wieder warum

•  Die Schonzeiten und auch wieder warum

• Evt Lebensgewohnheiten unserer Hauptfische ( Film) Die Forelle

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•  Die weitere Ausbildung

 

 

Welche weiteren Ausbildungen währen von Nöten, damit wir unsere Jungfischer ohne schlechtes Gewissen am Weiher fischen lassen können? ( Ausrüstungen, Köder, Montagen und evt. Bekleidungen??? ) Ich denke darüber sollte noch intensiv diskutiert werden. Wichtig ist, dass wir unseren Nachwuchs an alle uns zu Verfügung stehenden Gewässern fischen lassen . Aber immer nur unter Aufsicht.

wichtig ist die Jungfischer an unseren Verein zu binden.

 

Die Jungfischer sollten bei allen unseren Anlässen dabei sein.

• Fischaufzucht

• Ordnung am Aufenthaltsplatz(Schnüre Abfall u.s.w.)

• Gewässerpflege

• Kameradschaft

• Weiterbildung

• Kontakt zu anderen Jungfischern

• Gesellschaftliche Anlässe, wie Chlaus usw.

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•  Eindrücke aus der Presse

 

 

Zukunft für Fischerei und Natur
Die Jungfischer - in vielen Fischereivereinen wurde ihnen über lange Zeit viel zu wenig Beachtung geschenkt. Es gab und gibt löbliche Ausnahmen wie den Fischereiverein Mittelrheintal , der seit Jahrzehnten eine gut funktionierende Jugendfischerei fördert. Für wenig Geld (Jahrespatent Fr. 50.--) können die Jungen in der Rietaach und im Alten Rhein um Diepoldsau das ganze Jahr über fischen.
Dabei werden sie von zwei Jugendwarten betreut. Die Resultate dieser Nachwuchsförderung liegen auf der Hand: Gute, kreative und innovative Fischer, die nicht nur die Fischerei, sondern auch die Natur kennenlernen und etwas bewegen können. Einen wesentlichen Teil dazu beigetragen haben auch die vorarlbergischen Fischerkollegen aus Hard. Schon vor 20 Jahren haben sie die Schweizer Jungfischer für einen Fünfliber das ganze Jahr fischen lassen. Davon haben alle profitiert. Auch der Harder Fischerverein kennt keine Nachwuchsprobleme.
Die Zukunft der Fischerei liegt zu einem grossen Teil in den Händen unserer Jungfischer. Sie sind es, die unsere Vereine und alles, was wir aufgebaut haben, weiterführen werden. Sie erhalten und beleben unser schönes Hobby. Fehlt der Nachwuchs, können die horrenden Pachtgebühren nicht mehr bezahlt werden. Die Gewässer werden dann an die meistbietenden Herren zu noch höheren Preisen abgegeben. An Leute, die es sich auch leisten könnten, das Doppelte, ja das Zehnfache zu zahlen, um es dann als Geschäftsspesen von den Steuern abzuziehen.
Dann haben wir sie, die «Herrenfischerei», die von einigen Finanzdirektoren unterstützt wird oder würde. Aber solange sich die Jugend an unseren Gewässern bewegt, solange ihre Eltern und die Bevölkerung hinter ihnen und der Sportfischerei stehen, kann das nicht passieren. Hegen und pflegen wir deshalb die Jungfischer!
Wichtig dafür wären Erfolgserlebnisse, die leider in unseren fast fischleeren Gewässern immer seltener werden. Deshalb braucht es die Unterstützung eines jeden Fischers. Die Jungen lernen schnell und sind für jeden Ratschlag dankbar. Gönnen wir ihnen ihre Fänge. Die Jugendfischerei sollte jedem Verein etwas wert sein. Auf keinen Fall darf sie als Einnahmequelle gesehen werden. Überhöhte Patentgebühren schrecken viele Jugendliche und ihre Eltern ab.
Unkomplizierte Vorschriften, günstige Patente, geeignete Gewässer und eine intensive Unterstützung der jungen Fischer sind dringend nötig.
Ich bin überzeugt, die Petri-«Jünger» werden uns heute und in Zukunft viel Freude bereiten. Wir und unsere Gewässer brauchen sie, die Jungfischer.

 

 

Die Nachwuchsfischer lernen den sinnvollen Umgang mit ihrem Hobby

Der Fischereiverein Küssnacht organisiert erstmals einen Kurs für Jungfischer. Dabei lernen die Kinder den sinnvollen Umgang mit ihrem Hobby. Ziel ist es, den Kurs mit Erlangen des Schweizer Sportfischerbrevets abzuschliessen.

Der Fischereiverein Küssnacht gewährte in den letzten Jahren schon vielen Schülern einen Einblick in die Welt des Fischens. Alle zwei Jahre organisierte er ein eintägiges Jungfischen. Dieses Jahr haben sich die Mitglieder dazu entschlossen, für interessierte Kinder und Jugendliche einen Jungfischerkurs zu veranstalten: „Wir möchten die Jungfischer in der Ausübung ihres sinnvollen und schönen Hobbys unterstützen“, erklärte der Präsident Ernst Gössi die Absicht der Ausbildung. Kurzerhand wurden also die jugendlichen Fischer am See angesprochen und zum Kurs eingeladen. 25 Kinder fanden sich schliesslich zusammen und absolvieren nun vier Lernabende sowie einen praktischen Teil auf dem See. Geleitet wird die Ausbildung praktisch vom gesamten Vorstand des Fischereivereins. Ausserdem übernimmt der verein den grössten Teil der Kosten - die Kinder bezahlen nur einen symbolischen Beitrag.

Vielseitiges Wissen gefordert

„An den Theorieabenden geht es um den sinnvollen Umgang mit dem Hobby“, erläuterte Richard Baggenstos, Vizepräsident des Fischereivereins: „Wir wollen Fischer, die mit der Kreatur Fisch und der Natur umgehen können. Die Kinder lernen zum Beispiel, dass sie den Platz, an dem sie fischen, sauber verlassen.“ Oder, wie es im Gedicht „Waidgerechtes Fischen in sechs Versen“ von Bruno Frick heisst: „man schone Wasser, Feld und Fluren / und lasse dort nicht üble Spuren. / Die Knäuel von Papier und Schnur, / der Abfallwust von Picknicktouren / gehören nicht in die Natur.“ Zum Pflichtstoff der Lernabende gehören auch Kenntnisse aus den Gebieten Gewässerkunde, Fischkunde, Fischereigeräte, Behandlung gefangener Fische sowie Recht und Gesetz. damit die Kinder ihr frisch erworbenes Wissen sogleich umsetzen und die Gerätschaften kennenlernen können, gehen sie mit der Kursleitung auch einmal aufs Schiff: Der praktische Kursteil wird auf dem Vierwaldstättersee absolviert.

 

Abschluss mit Brevet

Die 25 Kinder sollen den Kurs mit der Prüfung für das Schweizer Sportfischerbrevet abschliessen. „In einigen Kantonen wird zur Ausübung der Patentfischerei das Sportfischerbrevet verlangt“, so Ernst Gössi. „Es ist anzunehmen, dass auch der Kanton Schwyz in den nächsten Jahren diesen Ausweis verlangt“, vermutet er vorausblickend. Um später nicht an dieses Hindernis zu stossen, sollen die Jungfischer das Brevet bereits jetzt erlangen. Für ihr Hobby profitieren sie allemal davon. Und wer weiss, vielleicht bekommt der Fischereiverein dank Jungfischern bald kompetenten Zuwachs in den eigenen Reihen

 

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